1971

Mi Casa, Su Casa
Schöner Wohnen
Die Zehn Objekte
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Salz der Erde wird 1971 zu einem Beitrag für ein italienisches Architektur-Journal eingeladen. Sie wollen sich dem puristischen italienischen Design stellen. Die Auseinandersetzung des Körpers mit den Resten, dem Lurch und dem Abfall einer Existenz als »Symbol für das Nicht-Verdrängen des eigenen Seelenmistes, des Abfalls der Psyche«. (Hans Jascha) In der Restmüll-Wohnung von Hans Jascha trifft man sich an einem kalten Novembermorgen. Zwischen Haaren, Teebeuteln, Plakaten, Zitronenresten, Kleidungsstücken, Eierschalen, Aktionsrelikten usw., wird eine szenische »Abfolge zum Thema: Wohnen« inszeniert. Die Freunde, Gert Winkler und Michael Pilz, hervorragende Fotografen, werden zum Shooting eingeladen. Die Problembereiche: Natur, Enge, Sexualität, Körpersprache werden in unterschiedlichen Positionen und Stadien von Aggression und Wahnsinn dargestellt. Die Motivation: Das Szenario will existenzielle Schichten sichtbar machen. Der dritten Haut, Architektur, wird die ureigene – sensible erste – Haut experimentell entgegengestellt. Gegenüber von Existenzabfall und Körpermaterie, Verflechtung von Menschen, nackt im eigenen Restmüll, als weiterführende Konfrontation zu eigenen und anderen Gedankenresten. Die Aktion verselbstständigt sich zu einem Happening. Die Szenenfolge dient als Bilddokumentation für einen Beitrag im italienischen Magazin »IN – Argomenti e immagini di design« – mit dem Text der Gruppe: »Ich wohne in meinem Kopf – Habito nella mia testa«.